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Auto : Erstes Hybridauto auf dem deutschen Markt

  • Aktualisiert am

Darunter verbirgt sich der neue Hybridmotor Bild: dpa

Toyota bringt mit dem „Prius“ das erste serienmäßige Auto heraus, das neben einem Verbrennungsmotor noch einen Elektromotor unter seiner Haube versteckt. Kohlendioxyd-Ausstoß und Spritverbrauch sinken dadurch erheblich.

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          Der japanische Automobilhersteller Toyota bringt am Samstag das erste Auto auf den deutschen Markt, das in bestimmten Verkehrssituationen keinen Sprit verbraucht. Der neue „Prius“ ist weltweit das erste in Serie produzierte Auto, das neben dem Verbrennungsmotor noch einen Elektromotor unter seiner Haube versteckt.

          Experten bezeichnen Fahrzeuge, die sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor besitzen, als Hybridautos. Beim Bremsen wirkt der Elektromotor als Generator und lädt die Batterie auf. Hat die Batterie eine zu geringe Ladung, erzeugt der Verbrennungsmotor über den Generator Ladespannung.

          Der neue Toyota wird mit bleifreiem Superbenzin betankt. Die computergesteuerte Technologie sorgt nach Angaben von Toyota dafür, dass der „Prius“ bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde allein durch elektrische Energie betrieben werde. Bei höheren Geschwindigkeiten - das Modell fährt bis zu 160 km/h - schaltet sich der Verbrennungsmotor ein. Eine elektronische Motorüberwachung sorgt dafür, dass stets die effizientere Antriebsart im Einsatz ist.

          Umweltfreundlicher Antrieb

          Auch ein kombinierter Antrieb aus Elektromotor (33 kW, 44 PS) und Vierzylinder-Benziner (53 kW, 71 PS) ist möglich. Der Verbrauch liegt nach Auskunft von Toyota bei 5,1 Liter pro 100 Kilometer. Das große Plus ist aber der drastisch reduzierte Kohlendioxyd-Ausstoß, der um 40 Prozent niedriger ist als bei einem vergleichbaren herkömmlichen Benzinmotor. Der Wagen kostet etwa 44.000 Mark.

          Seit drei Jahren in Japan

          Der Autokonzern will in diesem Jahr rund 1.500 Fahrzeuge vom Typ „Prius“ in Deutschland verkaufen. In Japan gibt es den Wagen seit drei Jahren auf dem Markt. Dort rollen nach Angaben des Autoproduzenten derzeit über 40.000 Fahrzeuge mit Hybridantrieb über die Straßen.

          Während sich Toyota auf die Hybrid-Technik spezialisiert, setzen Konzerne wie Ford und DaimlerChrysler auch auf die Entwicklung der Brennstoffzelle. Andere Autofirmen haben bislang nur Konzeptautos mit Hybridtechnik entwickelt. Zumindest für ein bis zwei Jahre wird der „Prius“ aber auf dem mitteleuropäischen Markt ohne Hybrid-Konkurrenz sein.

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