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Craig Steven Wright : Dieser Mann hat den Bitcoin erfunden

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Hier soll der Bitcoin-Erfinder wohnen: Das Foto zeigt die Steuerfahndung im Haus von Craig Steven Wright in Sydney. Bild: Reuters

Wer den Bitcoin erfunden hat, war lange eine Rätsel, um das sich nicht nur die Nerdnische die Köpfe zerbrach. Nun wurde bekannt, dass der australische Unternehmer Craig Wright hinter der Kryptowährung steckt.

          Nach jahrelangen Spekulationen hat der australische Computerfachmann und Unternehmer Craig Steven Wright sich als Gründer der Digitalwährung Bitcoin präsentiert. Er sprach unter anderem mit der BBC und der Zeitschrift „Economist“, wie beide am Montag berichteten. Er habe seine Behauptung technisch untermauert: Mit Bitcoins, die nur der Gründer besitzen könne, berichtete die BBC.

          Der Bitcoin-Gründer war bislang nur als „Satoshi Nakamoto“ bekannt. Vor ein paar Monaten kam Wrights Name schon einmal auf, nachdem durchgesickerte Dokumente auf ihn hinwiesen. Damals äußerte er sich nicht. „Ich wollte keine Öffentlichkeit, aber ich will jetzt, dass die Sache ein für alle mal geklärt ist“, sagte Wright dem „Economist“. Er habe sich für sein Pseudonym vom Namen eines japanischen Philosophen aus dem 17. Jahrhundert inspirieren lassen, Tominaga Nakamoto.

          Eine Million Bitcoins in seinem Besitz

          Wright selbst scheint ein zweifelhafter Unternehmer zu sein. So hat er wohl versucht, mit dem umstrittenen australischen Industriellen Mark Ferrier Geschäfte im Wert von Dutzenden von Millionen Dollar abzuwickeln. Dazu gehört der Kauf von Gold, um die Internet-Währung abzusichern, aber auch derjenige großer Software-Pakete, unter anderem von Siemens. Bei den Verhandlungen soll Wright 2013 behauptet haben, er sitze auf einem Portfolio von Bitcoins im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar. Als Ferrier in Perth wegen früherer Delikte vor Gericht gestellt wurde, trat auch der Handel mit Wright zutage. Ferrier zufolge wollte Wright die Käufe über Ferriers Minengesellschaft MFJ Mining abwickeln. Die beiden hatten sich auf einer Bodenschatzkonferenz in Perth kennengelernt.

          Zugleich wollte Wright mit 50 Prozent an den Goldfunden von MFJ beteiligt werden, wenn er dem Unternehmen dafür Maschinen zur Verfügung stellte. Wright reichte im Dezember 2013 Klage ein, um einen Anteil von gut 84 Millionen Dollar an dem Gold zu bekommen. Schon zuvor war Wright in Schwierigkeiten: So soll ihm ein Insolvenzverfahren in Australien gedroht haben, weil er Schulden in Höhe von 425.000 Dollar an einen Geschäftspartner nicht zurückzahlte.

          Der Bitcoin ist eine im Internet entstandene digitale Währung und seit 2009 im Umlauf. Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die Identität des Bitcoin-Erfinders blieb bisher ein Geheimnis, das viele beschäftigte. Ein Grund ist auch, dass ihm nach einigen Schätzungen eine Million Bitcoins gehören soll. Das Paket wäre aktuell rund 400 Millionen Euro wert.

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