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Coronavirus-Krise : Australische Notenbank schießt 90 Milliarden Australische Dollar in den Markt

Ein Passant mit Maske vor der Zentralbank in Sydney Bild: AP

Auch die australische Notenbank greift ein weiteres Mal in den Kampf gegen das Coronavirus ein. Der australische Aktienmarkt honoriert das Eingreifen nicht.

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          Die australische Notenbank hat am Donnerstag den Leitzins außerplanmäßig gesenkt um weitere 25 Basispunkte auf das Rekordtief von 0,25 Prozent. Zugleich stärkt sie die Banken mit weiteren 90 Milliarden Australischen Dollar (46,12 Milliarden Euro), damit sie Kredite an Mittelständler austeilen können. Auch kündigte die Notenbank an, nun in verstärktem Maße Staatsanleihen aufkaufen zu wollen. Sie wird eine nicht festgelegte Menge dreijähriger Staatsanleihen übernehmen, um deren Rendite auf 0,25 Prozent zu drücken. „Die unterschiedlichen Aspekte dieses Paketes ergänzen sich gegenseitig, verringern die Kosten in unserer Volkswirtschaft und sorgen für Kreditvolumen, insbesondere für kleinere und mittlere Firmen“, sagte Zentralbankgouverneur Philip Lowe.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Der australische Aktienmarkt honorierte das Eingreifen nicht. Er gab bis zum Nachmittag um weitere 1,6 Prozent nach. Sein Allzeithoch liegt nun genau einen Monat zurück. Unter anderem kritisierte die Credit Suisse das Vorgehen der Australier: Die Glaubwürdigkeit der Bank sei in Frage gestellt, weil sie nun versuche, dreijährige Anleihen durch Käufe zu stützen. Damit räume sie dem Markt gegenüber ein, dass der Kauf langlaufender Anleihen verpuffe. Es wäre besser gewesen, die Bank hätte sich am Donnerstag ruhig verhalten. Sie habe sich selber unter Zugzwang gesetzt, weil sie am Montag angekündigt hatte, heute eine Erklärung abgeben zu wollen.    

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