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Pläne der EU-Kommission : Ausgaben für Grenzschutz sollen verdreifacht werden

  • Aktualisiert am

Ein Polizist kontrolliert an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien. Bild: AP

Europa streitet über den Schutz der Außengrenzen und eine gemeinsame Asylpolitik. Geht es nach der EU-Kommission, wird dafür künftig deutlich mehr Geld ausgegeben.

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          Die Ausgaben für Migration und zum Schutz der europäischen Außengrenzen sollen nach dem Willen der EU-Kommission im nächsten Jahrzehnt fast verdreifacht werden. Für die Jahre 2021 bis 2027 sind es den Plänen zufolge rund 35 Milliarden Euro, wie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Dienstag in Straßburg sagte. Im aktuellen Finanzrahmen sind es 13 Milliarden Euro. Der Vorfall um das abgewiesen Rettungsschiff „Aquarius“ zeige erneut, dass Migration kein theoretisches Thema sei, sagte Avramopoulos.

          Allein 21,3 Milliarden Euro sollen künftig für den Außengrenzschutz zur Verfügung stehen. Mit dem Geld soll etwa der Ausbau der EU-Grenzschutzbehörde Frontex auf rund 10.000 Beamte bezahlt werden. Zudem soll ein neuer Grenzmanagement-Fonds geschaffen werden, der mit knapp 10 Milliarden Euro ausgestattet sein soll. Daraus sollen etwa Menschenschmuggel bekämpft sowie Rettungsmaßnahmen auf dem Meer und eine schnelle Unterstützung besonders belasteter Staaten finanziert werden.

          Die Vorschläge sind Teil der EU-Finanzplanung für das kommende Jahrzehnt, die den Kommissionsplänen zufolge insgesamt 1279 Milliarden Euro umfassen soll. Doch die EU-Staaten und das Europaparlament müssen noch zustimmen.

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