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Statistisches Bundesamt : Ausgaben für Asylbewerber deutlich gestiegen

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Asylbewerber in der Erstaufnahmestelle in Sigmaringen im August 2015. Bild: dpa

Bund, Länder und Gemeinden haben im vergangenen Jahr wesentlich mehr Geld für Asylbewerber ausgegeben als im Jahr 2015. Fachleute nennen dafür vor allem drei Gründe.

          Bund, Länder und Gemeinden haben im vergangenen Jahr zusammengerechnet ungefähr 9,2 Milliarden Euro ausgegeben für Asylbewerber in Deutschland. Das berichtet die „Bild“-Zeitung und beruft sich auf einen Bericht des Statistischen Bundesamtes über das sogenannte Asylbewerberleistungsgesetz. Darin ist geregelt, welche Leistungen Asylbewerbern zustehen abseits der Kosten für ein Dach über dem Kopf und fürs Heizen.

          Die 9,2 Milliarden Euro bedeuten demnach einen Anstieg um 73 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Zugleich sei die Zahl der Leistungsempfänger, die unter das Gesetz fallen, von 974.551 auf 728.239 zurückgegangen.

          Die Fachleute des Statistischen Bundesamtes begründeten die gestiegenen Ausgaben vor allem mit drei Ursachen: Erstens liege dies an höheren Mieten für Asylheime und zweitens an Fixkosten für angemietete Unterkünfte, die leer stehen, weil sie nicht gebraucht würden. Zudem seien Kosten wegen überlasteter Behörden im Jahr 2015 für das Jahr 2016 verbucht worden.

          Aufgeteilt nach Bundesländern sind die höchsten Ausgaben unter dem Asylbewerberleistungsgesetz in Nordrhein-Westfalen angefallen (1,97 Milliarden Euro). Danach folgten Bayern (1,44 Milliarden Euro), Berlin (953 Millionen Euro) und Niedersachsen (904 Millionen Euro).

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