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Ausbildung in der Krise : Lehrstellen werden knapp – Bewerber aber noch knapper

Eine Auszubildende zur Köchin im dritten Lehrjahr arbeitet in der Küche eines Restaurants. Bild: dpa

Wegen der Corona-Krise stellen die Betriebe weniger ein. Und Jugendlichen fehlt es an Unterstützung, passende Angebote zu finden. Kann eine neue Ausbildungsprämie das ändern?

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          Endlich ist wieder etwas los in den Salons des Darmstädter Friseurs Thieme: An sechs Tagen in der Woche schneiden die Mitarbeiter von Inhaber Marcus Bein derzeit den Kunden die Haare – in Schichten von 8 bis 21 Uhr. Wie es für den Familienbetrieb in den kommenden Monaten weiter geht, sei dennoch völlig offen, erzählt der 56 Jahre alte Inhaber: Was ist im April, wenn viele Menschen erst einmal wieder beim Friseur waren? Was wird aus den strengen Auflagen, etwa dass er je zehn Quadratmetern Fläche nur einen Kunden bedienen darf? „Diese Regeln machen es uns wirtschaftlich sehr, sehr schwer“, sagt Bein.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft und zuständig für „Die Lounge“.
          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Normalerweise stellt er jedes Jahr vier oder fünf Lehrlinge ein, auch im vergangenen Jahr hielt er trotz Krise daran fest. Diesmal aber hat er bisher erst einen Vertrag fürs neue Ausbildungsjahr im Herbst geschlossen – erstmal sehen, wie sich das Geschäft entwickelt. Einen jungen Menschen gleich nach der Probezeit wieder nach Hause schicken zu müssen, weil es wirtschaftlich nicht reicht, das will er unbedingt vermeiden. Etwa 70.000 Euro hat er in der Corona-Krise bisher verloren.

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