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Aufstand gegen Altmaier : So viel Frust war selten

Die Wirtschaft sitzt ihm im Nacken: Peter Altmaier Bild: Stefan Boness/Ipon

Wirtschaftsminister Altmaier enttäuscht die Wirtschaft. „Er hat das Ministerium beschädigt“, sagen die Familienunternehmer. Selbst die eigene Klientel spottet über den „Ankündigungsminister“. Das wird keine Liebe mehr.

          6 Min.

          Gewöhnlich ist ein Treffen der Familienunternehmer ein Tag der Harmonie: Politik und Unternehmer versichern sich der gegenseitigen Wertschätzung, die Stichworte „Ludwig Erhard“, „Wohlstand für alle“ und „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ fallen routinemäßig. Im Zweifel werden ein paar Reformen angemahnt, ansonsten: eitel Sonnenschein. Dieses Jahr, zum 70-jährigen Jubiläum des Verbandes, ist alles anders: Wirtschaftsminister Peter Altmaier darf auf der Feier nicht reden. Der CDU-Mann ist, in voller Absicht, nicht eingeladen. Lieber noch muten sich die Unternehmer SPD-Frau Andrea Nahles zu.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Und es geht noch biestiger: In der Einladung fordert der Verband seine Mitglieder sogar auf, die Feier zur Demonstration gegen den Wirtschaftsminister zu machen. „Altmaier hat das Wirtschaftsministerium beschädigt“, sagt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée. Wirtschaftskompetenz sei mit keinem Gesicht im Kabinett mehr verbunden, sagen die Familienunternehmer: „Die CDU enttäuscht ihre bisherigen Unterstützer.“

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