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Pharmaindustrie : Auf der Suche nach dem neuen Aspirin

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Viele heimische Pharmainnovationen sind in die Jahre gekommen Bild: AP

Erst das Arspirin, später die Anti-Baby-Pille: Lange galt Deutschland als Apotheke der Welt. Diesen Ruf hat das Land längst an die Vereinigten Staaten abgeben müssen. Doch neue Präparate deutscher Pharmalabore stimmen hoffnungsfroh.

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          Es ist noch nicht lange her, da war Deutschland die Apotheke der Welt. Das Schmerzmittel Aspirin war eine der Säulen dieses Erfolgs. Am 10. August 1897 war es von Felix Hoffmann, einem Angestellten von Bayer, synthetisiert worden - und erreichte sensationelle Umsatzzahlen.

          Und auch, als es der Berliner Schering AG 1961 gelang, dem weiblichen Körper mit 50 Mikrogramm Östrogen eine Schwangerschaft vorzutäuschen, war dies mehr als nur der Beginn der sexuellen Revolution. Die Erfindung der Anti-Baby-Pille war auch ein großer Durchbruch deutscher Pharmaforscher.

          Krebspräparate als Hoffnungsträger

          Solche Erfolge sind selten geworden. Den Status als Apotheke der Welt haben die deutschen Pharmaunternehmen längst an ihre Wettbewerber aus den Vereinigten Staaten abgegeben. Aber ein paar Hoffnungsträger gibt es, vor allem bei Präparaten, die der Behandlung von Krebskrankheiten dienen. Eine Medikamentengruppe, auf die Patienten und die Pharmaunternehmen gleichermaßen hoffen, soll Tumoren die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr abschneiden. Wieder ist auf diesem Gebiet auch Schering aktiv, allerdings liefert deren Darmkrebsmittel PTK/ZK im Rahmen klinischer Studien bisher nicht die gewünschten Ergebnisse.

          Doch ist der Markt zu reizvoll, als daß sich Schering davon entmutigen ließe. Es wird weitergeforscht. Bayer und ein amerikanischer Partner haben positive Studienresultate für das Krebsmedikament Sorafenib vorgelegt, das der Behandlung von Nierenkrebs dient. Sorafenib ist einer der größten Hoffnungsträger der Bayer-Pharmasparte.

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