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Bakterien-Skandal : Auch teures Fleisch kann eklig sein

Fleisch, Fleisch, Fleisch Bild: dpa

Einfach bloß das teuerste Fleisch zu kaufen, bringt den Verbraucher nicht weiter. In Hygienefragen hilft nur eine systematische staatliche Kontrolle.

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          Jetzt sind die Propagandisten des Teuer-Prinzips obenauf. Seit bekanntwurde, dass eine hessische Firma bakterienverseuchtes Fleisch in Umlauf brachte, scheint für sie wieder festzustehen: selbst schuld, wer solche Billigware aus der Massenproduktion ersteht. Wenn die Leute nur bereit wären, für Fleischkäse oder Leberwurst mehr Euro auf den Tisch zu legen, dann müssten sie keine tödlichen Infektionen mehr riskieren. Denn die lokale Metzgerei, der Bio-Laden oder die Fleischtheke im KaDeWe garantieren mit ihren hohen Preisen für beste Ware.

          Schön wär’s. Aber am Preis lässt sich die Qualität eines Produkts nur selten erkennen, auch nicht seine Gesundheits- oder Umweltverträglichkeit. Er bildet nicht bloß die Produktionskosten ab, sondern vor allem auch die Zahlungsbereitschaft des Publikums.

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