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Auch Schaeffler betroffen : Razzia bei Wälzlager-Herstellern

  • Aktualisiert am

Produktion beim Wälzlagerhersteller SKF Bild: Eilmes, Wolfgang

Ermittler haben in mehreren Ländern Büros von Kugellager-Herstellern durchsucht. Die EU-Kartellwächter hegen den Verdacht, die Firmen könnten rechtswidrig Absprachen getroffen haben.

          Die EU-Kommission wirft mehreren Herstellern von Wälz- und Gleitlagern aus ganz Europa unfaire Geschäftspraktiken vor. Firmen, die Autohersteller und andere Industrieunternehmen beliefern, waren am Dienstag Ziel von Razzien, teilte Europas oberste Wettbewerbsbehörde in Brüssel mit. In Deutschland war davon auch das Unternehmen Schaeffler betroffen.

          Die Unternehmen werden verdächtigt, untereinander Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt zu haben. Die EU-Kommission nannte die Namen der betroffenen Unternehmen nicht. Der schwedische Produzent SKF bestätigte am Dienstag, dass EU-Inspektoren die Werke in Göteborg in Westschweden und im fränkischen Schweinfurt aufgesucht hätten. Das Unternehmen arbeite mit den Inspektoren zusammen.

          Durchsuchungen fanden auch beim deutschen Wälzlager-Hersteller Schaeffler statt, wie eine Firmensprecherin am Dienstagabend bestätigte. „Auch wir haben Besuch von der Kartellbehörde gehabt“, sagte sie. Das Unternehmen haben der Behörde die volle Unterstützung bei ihrer Untersuchung zugesagt. Zu den Vorwürfen selbst wollte sie sich nicht äußern.

          Falls die EU-Wettbewerbshüter später ein förmliches Kartellverfahren eröffnen sollten, drohen den beteiligten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Preis- und Marktabsprachen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten. Die Durchsuchungen seien ein erster Schritt und sagten noch nichts über die tatsächliche Schuld der Unternehmen aus, betonte die EU-Behörde. Eine Frist für den Abschluss des Falls gebe es nicht.
           

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