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Vierzig Jahre nach Unfall : Atomkraftwerk Three Mile Island stellt seinen Betrieb ein

  • Aktualisiert am

Geht vom Netz: Three Mile Island in Pennsylvania Bild: AP

Vor vierzig Jahren ereignete sich der schlimmste Reaktorunfall der amerikanischen Geschichte in Three Mile Island. Nun hat das Atomkraftwerk seinen Betrieb eingestellt. Es dauert jedoch noch viele Jahre, bis von der Anlage nichts mehr zu sehen ist.

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          Das amerikanische Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania, in dem sich vor 40 Jahren der schlimmste Reaktorunfall in der Geschichte der Vereinigten Staaten ereignet hat, hat am Freitag endgültig seinen Betrieb eingestellt. Der 1974 hochgefahrene Reaktor 1 wurde am Mittag abgeschaltet, wie der Betreiber Exelon mitteilte.

          In den kommenden Wochen sollen nun die Brennelemente in Abklingbecken gelagert werden. Danach wird die Anlage am Fluss Susquehanna rund 150 Kilometer von Philadelphia entfernt nach und nach abgebaut.

          Das Atomkraftwerk hatte eigentlich eine Betriebserlaubnis bis 2034, schrieb aber seit Jahren rote Zahlen. Von den 675 Mitarbeitern sollen zunächst noch rund 300 weiter beschäftigt werden, von 2022 an werden nur noch etwa 50 Mitarbeiter auf der Anlage tätig sein. Der Abbau der zentralen Bestandteile der Anlage, vor allem der Kühltürme, beginnt erst im Jahr 2074, also ein Jahrhundert nach Inbetriebnahme.

          Im Reaktorblock 2 des Atomkraftwerks hatte sich am 28. März 1979 eine teilweise Kernschmelze ereignet, nachdem ein Problem bei der Kühlung aufgetreten war und Fehler gemacht worden waren. Es handelte sich um einen „ernsten Unfall“ der Kategorie fünf auf der Internationalen Bewertungsskala (INES). Die Atomunglücke von Tschernobyl und Fukushima wurden in die höchste Kategorie sieben eingestuft.

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          Touristenmagnet Tschernobyl : Selfies vorm Reaktorblock Bild: Andrea Diener

          Bei dem Unfall in Three Mile Island hatte es keine Opfer gegeben. Rund 140.000 Menschen mussten jedoch vorübergehend ihre Häuser verlassen. Es dauerte sechs Jahre, bis der nicht betroffene Reaktor 1 der Anlage als einziger wieder ans Netz gehen konnte.

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