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Astra-Zeneca und die EU : Die große Impfstoff-Irritation

Im Großbritannien von Premierminister Boris Johnson wird der Astra-Zeneca-Impfstoff schon verabreicht, in der EU noch nicht. Bild: dpa

Die Entscheidung des Impfstoffherstellers Astra-Zeneca die Auslieferung in die EU zu drosseln, sorgt für großen Ärger. Vertreter in Brüssel berufen sich auf vertragliche Zusagen. Es geht um Milliarden und die Reputation.

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          Die Europäische Union zieht Konsequenzen aus den drohenden Impfstoff-Lieferausfällen. Wie Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nach einer Schaltkonferenz der EU-Staaten am Montagabend in Brüssel bekanntgab, würden künftig alle Herstellern in einem Transparenzregister erfasst. Für dieses müssten sie angeben, wann sie wie viel Impfstoff produziert und wohin sie diesen geliefert hätten oder zu liefern beabsichtigten.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Das soll für alle Lieferungen in Drittstaaten gelten. „Humanitäre“ Lieferungen seien ausgenommen. Damit folgt die EU der Idee von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), alle Impfstoff-Exporte in Drittstaaten zu registrieren und genehmigen zu lassen. Das Register soll in den kommenden Tagen eingerichtet werden.

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