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Hongkongs Wirtschaft : „Ich mache mir weniger Sorgen um China als um Hongkong“

Ungewisse Zukunft: Ein Demonstrant während der Proteste in Hongkong Bild: Reuters

Die Sonderverwaltungsregion Hongkong leidet unter dem Handelskrieg und den Auseinandersetzungen mit China . Die Aussichten für den asiatischen Finanzplatz sind düster.

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          Während sich die Tränengasnebel nach den Straßenschlachten am Montag verzogen haben, steigt die Sorge um Hongkongs wirtschaftliche Zukunft. Die Wochen der Proteste gegen die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone hinterlassen immer tiefere Spuren. So sagte Taimur Baig, Chefökonom der Bank DBS Group, am Dienstag trotz des Währungszwistes zwischen Amerika und China: „Ich mache mir weniger Sorgen um China als um Hongkong.“ Er fügte an: „Wir erleben einen Kollaps der Investitionen in Hongkong. Auch die Immobilienpreise werden schmelzen. Unser Ausblick für Hongkong: verzweifelt.“

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In Zahlen liest sich das so: Südostasiens führende Bank senkte die Wachstumserwartung für Hongkong gerade von 2,5 Prozent in diesem Jahr auf null, für das kommende auf 0,5 Prozent statt zuvor 2. Sie rechnet mit einer Rezession schon im dritten Quartal, zumal die beiden wichtigsten Exportländer für Hongkong die sich mehr und mehr lähmenden Widersacher China und Amerika sind. Seit November ist der Export aus Hongkong im freien Fall. Allein im Juni lagen der Ausfuhrwert nach China um 5,3 Prozent unter dem Vorjahr, der nach Amerika um 6,6 Prozent tiefer.

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