https://www.faz.net/-gqe-ad3rq

Generationenrente : Wenn der Staat die Babys zu Aktionären macht

Es ist nie zu früh, mit der Altersvorsorge zu beginnen, meint die Union. Bild: dpa

Geld vom Bund für jedes Kind, angelegt am Kapitalmarkt: So will die Union die Rente künftiger Generationen retten. Eine interessante Idee.

          6 Min.

          Ein Kind kommt auf die Welt, und sofort wird am Kapitalmarkt für seine Rente vorgesorgt. Vom ersten Lebenstag an überweist der Staat Monat für Monat Geld an das Kind und legt diese Zahlungen in Aktien an. Mit der Volljährigkeit enden die Überweisungen, und das Geld arbeitet weiter vor sich hin. Und zwar fast 50 Jahre lang. Ist das Kind dann irgendwann Rentner, kann es sich auf ein schönes Sümmchen freuen.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          „Generationenrente“ nennen CDU und CSU dieses Altersvorsorge-Modell. Noch ist es nicht viel mehr als eine vage Idee. Doch sie hat es in das Wahlprogramm der Union für die Bundestagswahl geschafft. Vor allem Markus Söders CSU ist Feuer und Flamme. Die Bundestagsfraktion der Partei spricht von einem Vorschlag, der „den Weg hin zu einer Altersvorsorge von Anfang an“ weist, und von „neuer Generationengerechtigkeit“. CSU-Generalsekretär Markus Blume feiert die Sache gar als eine „geradezu revolutionäre Idee“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Produkt vieler Hände: Der Corona-Impfstoff von BioNTech.

          Impfstoffe : BioNTechs unbekannte Helfer

          Corona überraschte uns alle – trotzdem wurde innerhalb weniger Monate ein Impfstoff entwickelt. Über die Mainzer Firma BioNTech ist vieles bekannt, doch solch eine Produktion braucht viele helfende Hände. Wer sind die unbekannten Unterstützer?