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Agrarreform in der Pandemie : Indiens Bauern sehen keine Zukunft mehr

Indische Farmer protestieren in Neu-Delhi Bild: STR/EPA-EFE/Shutterstock

Corona und die geplante Öffnung des Marktes treffen vor allem die Kleinbauern. Sie fürchten, die zusätzlichen Lasten nicht stemmen zu können. Tausende begehen Selbstmord.

          2 Min.

          Indiens Bauern wollen am Dienstag mit einem Generalstreik Reformgesetze in der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens zu Fall bringen. Die indische Hauptstadt wollen die Demonstranten im Zuge des „Bharat Bandh“ lahmlegen. Am Wochenende hatten sie ihre Verhandlungen mit der Regierung über eine Rücknahme von drei Agrargesetzen abgebrochen. Ohne seine Probleme mit den Bauern zu nennen, sagte Narendra Modi am Montag, die überalterten Gesetze des Landes seien zu einer „Belastung“ geworden: „Wir können das neue Jahrhundert nicht mit Gesetzen des alten Jahrhunderts gestalten“, sagte der Ministerpräsident beim Baubeginn der Schnellbahn in Agra. Die Stadt liegt im Bundesstaat Uttar Pradesh, aus dem viele der nun protestierenden Bauern nach Delhi gezogen sind.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Bauern fürchten, die neuen Gesetze führten dazu, dass ihre Erzeugerpreise sinken würden. Denn die Regierung will unter anderem Preisgarantien schleifen. Im vergangenen Jahr kaufte der Staat drei Viertel des Weizens und Reises der Bauern der beiden Bundesstaaten Punjab und Haryana zu garantierten Preisen. Beide Getreide machten 65 Prozent des Anbaus der dortigen Bauern aus. Sie wenden sich nun unter anderem auch gegen das geplante Aufheben der Steuerfreiheit für künftige private Großhandelsmärkte für Getreide.

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