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Soziale Lage : Noch Luft nach unten

Die Pandemie hat die soziale Lage in Deutschland wenig verschlimmert. Bild: AFP

Die Inflation tut vielen weh. Aber von einem neuen Prekariat kann deshalb keine Rede sein. Auch die Pandemie hat die soziale Lage wenig verschlimmert. Dennoch sind langfristig Reformen nötig.

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          In der Ukraine tobt der Krieg, doch die größte Sorge der Deutschen ist eine andere: die Inflation. Zwei von drei Bürgern rechnen mit weiter steigenden Preisen, die Geldentwertung macht vielen Angst. Und das zu Recht. Kein Mensch weiß, ob und wann Kartoffeln, Tomaten und Benzin wieder erschwinglicher werden.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Die Angst der Menschen dürfte nicht kleiner werden, wenn sie mit dem Bild konfrontiert werden, das Sozialverbände, manche Politiker und Wissenschaftler aktuell von der Lage im Land zeichnen: Immer mehr Abgehängte leben demnach in prekären Verhältnissen. Zuerst die Pandemie und jetzt die hohe Inflation stürzen Alleinerziehende, Geringverdiener, Studenten und Arbeitslose in finanzielle Existenznöte. Die meisten von ihnen, so heißt es, haben das Vertrauen in die Politik verloren. Jüngster Beleg: In Nordrhein-Westfalen sind am vergangenen Sonntag vor allem die Ärmeren nicht an die Urne gegangen, was die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung erklärt. Deutschland, ein Desaster.

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