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Auf der Pirsch : Warum es immer mehr Jäger in Deutschland gibt

Auf einem Feld in Hessen kann der Jäger erlegen, was er selbst später essen wird. Bild: Tim Wegner

Der Jagdschein erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Dahinter steckt die Liebe zur Natur und ein soziales Erlebnis – aber auch der Wunsch, selbst anders zu konsumieren.

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          Das Reh liegt reglos auf dem Boden, eine Kugel aus des Jägers Büchse hat das Tier getötet, in der Abenddämmerung am Rand eines Kornfelds mitten in Hessen. Jetzt steht der Jäger zusammen mit zwei Kameraden vor seiner Beute, einen Eichenzweig in der Hand. Den Zweig wird er dem toten Tier gleich ins Maul stecken. Es ist der „Letzte Bissen“, ein von traditionsbewussten Jägern gepflegter Brauch: Ein letztes Mal zeigt der Mensch dem Tier seinen Respekt, bevor er es mit den eigenen Händen ausnimmt und zerlegt.

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Rund 55 Millionen Schweine und 3,5 Millionen Rinder werden jedes Jahr in Deutschland geschlachtet. Die Fleischerzeugung für die moderne Industriegesellschaft ist ein auf Effizienz getrimmtes Massengeschäft. Da ist für Rituale keine Zeit, denn Zeit ist Geld.

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