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Wahlen in Kanada : Jetzt geht es um den Geldbeutel

Wird Kanadas „Sunnyboy“ Justin Trudeau trotz Kratzern in Saubermann-Image wiedergewählt? Bild: dpa

Kanada wählt ein neues Parlament: Premierminister Justin Trudeau steht unter Druck, weil sich viele Kanadier um ihre Finanzen sorgen und die CO2-Steuer ablehnen. Die Liberalen müssen sich warm anziehen.

          5 Min.

          An diesem Montag wird in Kanada, dem zweitgrößten Land der Erde, ein neues Parlament gewählt. Die Unterhauswahlen versprechen ein spannender Krimi zu werden: Selten war das Rennen zwischen den Parteien so eng in dem Land mit 37 Millionen Einwohnern. Längst ist nicht ausgemacht, ob der 47 Jahre alte amtierende Premierminister Justin Trudeau an der Macht bleiben darf, der mit jugendlichem Charme und dem Versprechen eines toleranteren, grüneren Kanadas den unbeliebten Konservativen Stephen Harper vor vier Jahren aus dem Amt jagte.

          Jessica von Blazekovic
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Trudeaus Image als „Sonnyboy“ hat Kratzer bekommen: erst durch die Genehmigung einer umstrittenen Pipeline-Erweiterung, dann durch eine Rassismus-Debatte, aufgehängt an alten Aufnahmen, die Trudeau mit Turban und schwarzem Make-up zeigen. Derzeit liegt seine Partei, die Liberalen, in den Umfragen gleichauf mit den Konservativen von Herausforderer Andrew Scheer. Die beiden großen kanadischen Volksparteien vereinen jeweils rund ein Drittel der Stimmen hinter sich. Doch die Liberalen müssen mit schmerzlichen Verlusten an die linke Neue Demokratische Partei (NDP) und die Grünen rechnen. Trudeau könnte gezwungen sein, eine Minderheitsregierung zu bilden.

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