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Ungleichheitsstudie : Reiche bleiben reich – und Arme arm

Das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut hat die Einkommensverteilung in Deutschland untersucht. Bild: dpa

Der soziale Aufstieg wird schwieriger. Das zeigt eine neue Studie eines gewerkschaftsnahen Instituts. Ihr Fazit: Früher war alles besser.

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          Wohlhabenden Haushalten ist es zu Beginn dieses Jahrzehnts im Durchschnitt besser gelungen, ihre gesellschaftliche Einkommensposition zu bewahren als in den frühen neunziger Jahren. Haushalte mit geringen Einkommen haben hingegen zu Beginn dieses Jahrzehnts seltener einen Aufstieg geschafft als kurz nach der Wiedervereinigung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sozialdatenanalyse des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Unter den Haushalten, deren Einkommen im Jahr 2009 mindestens dreimal so hoch war wie der gesellschaftliche Mittelwert, hatten im Jahr 2013 knapp 60 Prozent immer noch dieselbe Position; die anderen 40 Prozent waren in eine niedrigere Einkommensklasse abgerutscht. Im Vergleich der Jahre 1991 und 1995 bewahrten dagegen nur 50 Prozent der Hochverdiener ihre Position, die anderen 50 Prozent rutschten ab. Das zeigen die Berechnungen anhand des Sozio-ökonomischen Panels, einer wissenschaftlichen Datensammlung, die auf Befragungen beruht.

          Am unteren Ende der Skala war hingegen die sogenannte Aufstiegsmobilität in den Jahren 2009 bis 2013 geringer als kurz nach der Wiedervereinigung: Damals stiegen 58 Prozent der Haushalte mit Niedrigeinkommen auf. Knapp zwei Jahrzehnte später waren es 50 Prozent. Betrachtet werden hier jene Einkommen, die im jeweiligen Jahr weniger als 60 Prozent des gesellschaftlichen Mittelwerts erreichten.

          „Die soziale Mobilität nimmt weiter ab“, folgert das Institut. Nach seiner Berechnung hat zudem die am sogenannten Gini-Koeffizienten gemessene Ungleichheit der Einkommen im Jahr 2013 einen neuen Höchststand erreicht. Laut Daten des Statistischen Bundesamts hatte der Gini-Koeffizient hingegen von 2005 bis 2015 unverändert einen Wert von 0,29.

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