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Studie : Mehr Kinderarmut in Deutschland

Kinder stehen im Rahmen eines Medientermins in einem Kindergarten in Hamburg. Bild: dpa

Die Kinderarmut in Deutschland hat einer Studie zufolge abermals zugenommen. 2,7 Millionen der unter 18-Jährigen gelten als armutsgefährdet. Dabei spielt die Zuwanderung eine entscheidende Rolle.

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          Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland führt zu einem Anstieg der Kinderarmut. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die unter der Armutsgefährdungsgrenze leben, stieg im vergangenen Jahr um 0,6 Punkte auf 20,3 Prozent. Das sind rund 2,7 Millionen Personen unter 18 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. In der Sozialstatistik schlage sich die große Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen nieder. Dagegen seien die Armutsquoten unter jungen Menschen sonst leicht gesunken. Die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden, sei 2016 von 28,9 auf 28,2 Prozent gesunken. Bei Kindern und Jugendlichen ohne Migrationshintergrund sank die Quote leicht von 13,5 auf 13,3 Prozent.

          Als arm gelten Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag die Armutsschwelle 2015 bei einem verfügbaren Nettoeinkommen von weniger als 1.978 Euro im Monat.

          Auch Armutsgefährdung von Rentnern steigt

          Auch die langfristig kontinuierlich steigende Armutsgefährdung unter Rentnern habe sich 2016 fortgesetzt, so das WSI. In dieser Altersgruppe stieg die Altersarmut 2016 um 0,2 Punkte auf 14,8 Prozent. Neben einer effektiven Integration von Zugewanderten in Bildung und Arbeitsmarkt sei deshalb eine Verbesserung der Alterssicherung notwendig. 2016 lag die Armutsquote für die Gesamtbevölkerung bei 15,8 Prozent – 0,1 Prozentpunkte höher als 2015. Auch hier macht sich die Zuwanderung bemerkbar: Der Anteil der armutsgefährdeten Menschen ohne Migrationshintergrund sank um 0,4 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent. Dagegen wuchs die Quote unter Menschen mit Migrationshintergrund von 27,7 auf 28,1 Prozent. Nach WSI-Angaben lebten knapp 82 Prozent der eingewanderten Syrer und 70 Prozent der Iraker unter der Armutsgrenze.

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