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Arm und Reich : Wie schlimm ist die Ungleichheit in Deutschland wirklich?

  • -Aktualisiert am

Wer kriegt was? Wer verdient nur ausreichend, wer überdurchschnittlich? Die Verteilungsdebatte in Deutschland ist geprägt von subjektiven Wahrnehmungen, die teilweise nicht mit Zahlen zu belegen sind. Bild: PantherMedia / Joerg Hackemann

Seit Jahren lodert in Deutschland die Verteilungsdebatte: Reiche würden immer reicher, Arme immer ärmer, heißt es oft. Diese zugespitzte Sicht hält dem Faktencheck nicht stand.

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          Nur in drei von 27 Ländern machen sich mehr Menschen Sorgen um die Themen Armut und soziale Ungleichheit als in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos vergangenen Sommer gezeigt. Angesichts der zahlreichen negativen Schlagzeilen bezüglich der hiesigen Armuts- und Ungleichheitsentwicklung ist dies kein überraschender Befund. Zuletzt bekräftigte der Internationale Währungsfonds (IWF) mit seinem Anfang Juli veröffentlichten Deutschland-Bericht die öffentliche Wahrnehmung: Die hiesige Vermögenskonzentration zähle zu der höchsten der Welt.

          Bei der Einkommensungleichheit sehe es nicht viel besser aus, und beide Größen verstärkten sich gegenseitig. Nach Überzeugung des Währungsfonds sind insbesondere die vielen eigentümergeführten Familienunternehmen maßgeblich mitverantwortlich für die Verteilungsmisere in Deutschland. Halten das dramatische Bild und die pointierte Zuschreibung einem Faktencheck stand?

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