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Amerika in der Corona-Krise : „Lasst mich zurück an die Arbeit“

„Lasst uns frei“: Einer von vielen Menschen, die gegen den Shutdown in Amerika protestieren. Bild: AP

Mehr als 22 Millionen neue Erwerbslose in einem Monat: In Amerika wächst angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie die Angst – und die Wut. Linke und Rechte protestieren gegen den Shutdown. Profitieren könnte Donald Trump.

          3 Min.

          Es rührt sich Widerstand. Kleinere Gruppen haben in dieser Woche in North Carolina, in Ohio, in Utah und in Virginia gegen strenge Verhaltensregeln ihrer Gouverneure protestiert. In Michigan brachte ein Autokonvoi voller Demonstranten den ohnehin ausgedünnten Verkehr rund um das Kapitol der Landeshauptstadt Lansing zum Erliegen. Er hüllte die Gegend in eine Klangwolke aus Hupgeräuschen. Aus den Autos hingen amerikanische Flaggen heraus und „Make America great again“-Banner. TV-Sender zeigten ein Fahrzeug, auf dessen Windschutzscheibe ein weißes Band mit der Aufschrift „Lasst mich zurück an die Arbeit gehen“ stand.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Eine interessante Aufgabenteilung zeichnet sich ab: Die Protestler geben den Gouverneuren die Schuld. Präsident Donald Trump positioniert sich als der nationale Schlüsseldienst, der die Blockaden aufhebt. Am Freitag veröffentlichte das Weiße Haus Richtlinien für die Wiedereröffnung der nationalen Wirtschaft in drei Phasen. Bundesstaaten mit weniger Fällen werden zu einer raschen Wiedereröffnung ermuntert. Zugleich betonte Trump die Zuständigkeit der Gouverneure. Man wittert Methode.

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