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Macron will Ena abschaffen : Rettet die Elite-Unis!

  • -Aktualisiert am

Wer an der Ena seinen Abschluss gemacht hat, hat gute Chancen, bald zur Elite Frankreichs zu gehören. Bild: Reuters

Macron will die elitärste Hochschule Frankreichs schließen. Der Applaus aus Deutschland ist ihm sicher. Dabei verschleiert das deutsche System die Ungleichheit nur gut.

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          Wer Anfang der neunziger Jahre einen Kurs an der geisteswissenschaftlichen Universität von Bordeaux belegte, benannt nach dem Essayisten Michel de Montaigne, der konnte es schon ahnen. Gesichtslose Neubauten zwischen Stadtautobahn und Flughafen, auf deren Gängen man einen Akzent mit wahlweise nordafrikanischem oder hartem südfranzösischen Einschlag hörte, dazu eine Alumni-Liste ohne allzu klangvolle Namen: Wer hier studierte, der würde es trotz des Uni-Diploms im Leben nicht allzu weit bringen.

          Das Gegenteil ließ sich vor dem Louvre besichtigen, als Emmanuel Macron seinen Sieg bei der Präsidentenwahl feierte. Die Trikolore schwenkten dort vorzugsweise aufgeweckte Abiturienten, auf deren modisch geschnittenen Polohemden der Schriftzug „Louis le Grand“ prangte. Dabei handelt es sich um eines jener berühmten Pariser Gymnasien, deren Vorbereitungsklassen die besten Chancen auf einen Platz an den Elitehochschulen des Landes bieten, den „Grandes Écoles“.

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