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IW-Studie : Lohnungleichheit in Deutschland sinkt

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Insgesamt haben die Löhne seit 2012 real stärker zugelegt als die Arbeitsproduktivität, heißt es in der Studie des IW. Bild: ZB

Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln ist die Ungleichheit der Einkommen zuletzt nicht gewachsen - im Gegenteil. Bei den Vermögen sieht es etwas anders aus.

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          Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) nicht auseinander. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung habe die Ungleichheit der Einkommen in den vergangenen Jahren nicht zugenommen, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Maßgeblich dazu beigetragen habe die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

          Während die Bruttoerwerbseinkommen der unteren zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten den IW-Ergebnissen zufolge zwischen 2009 und 2013 um 6,6 Prozent wuchsen, legten die Einkommen der reichsten zehn Prozent im selben Zeitraum um nur 2,8 Prozent zu. Insgesamt seien die Löhne seit 2012 deutlich stärker gestiegen als die Arbeitsproduktivität.

          Anderes Bild bei den Vermögen

          Die Nettoeinkommen der Gesamtbevölkerung – also die Summe aller Erwerbs- und Kapitaleinkommen nach staatlichen Abgaben plus zuzüglich Renten und Transferleistungen – seien nahezu gleich beziehungsweise ungleich verteilt wie 2005. Damit liege Deutschland im Europavergleich im besseren Mittelfeld.

          Tatsächlich gestiegen ist die Ungleichheit mit Blick auf die Vermögen, allerdings nur geringfügig, wie Zahlen der Bundesbank zeigten: So besitzen die vermögensreichsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland derzeit 59,8 Prozent des gesamten Vermögens. Das entspricht einem Anstieg vom 0,6 Prozentpunkten seit 2010.

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