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Rente : Staatsfonds mit Risiken

  • -Aktualisiert am

Eine 83-jährige Frau hält eine Euromünze. Bild: dpa

Der Staat soll einen Bürgerfonds gründen und damit die Rentenlücke der Geringverdiener verkleinern. Kein schlechter Vorschlag – doch wer garantiert, dass die Politik das Geld gut anlegt?

          Als Friedrich Merz im Rennen um den CDU-Parteivorsitz im Winter vorschlug, die Aktienmärkte für eine bessere Vermögensbildung und Altersvorsorge zu nutzen, musste sich der Aufseher des Vermögensverwalters Blackrock Kritik gefallen lassen.

          Nun ist Frühling, und das Ifo-Institut verleiht der Idee neuen Schwung, verpackt in das populäre Modell eines „Deutschen Bürgerfonds“. Der Staat soll ihn gründen und vorhandene Schuldenspielräume nutzen, um Kredite aufzunehmen und das Geld am Kapitalmarkt anzulegen. Mit Hilfe seiner Bonität könnte er Erträge erwirtschaften, mit denen sich die Rentenlücke der Geringverdiener verkleinern ließe.

          Das erinnert an Staatsfonds in Skandinavien oder den hessischen Vorschlag einer „Deutschland-Rente“: Es ist die Idee, die Renditen des Kapitalmarktes besser zu nutzen und zugleich dessen Risiken zu mindern durch die Bündelung beim starken Staat.

          Der Vorschlag ist zu erwägen in der Debatte um wachsende Altersarmut. Weil der Einzelne nicht einzahlen muss, könnte der Fonds gerade Geringverdienern als Geschenk erscheinen. Doch für die zusätzlichen Schulden haftet der Steuerzahler. Eine Garantie, dass die Politik das Geld gut anlegt, hat er nicht.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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