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Kampf gegen Sozialbetrug : Mit dem Porsche zum Jobcenter

Ist dieser Herr mit dem Auto zum Jobcenter gefahren? Bild: Caro / Eckelt

Sozialleistungsbetrüger sind mitunter erstaunlich dreist. Ermittler machen sich das zunutze – auch weil der Datenabgleich mit den Finanzämtern nicht reibungslos läuft. Eine andere Hausnummer sind organisierte Banden.

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          Die Polizei in Frankfurt hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um mutmaßliche Sozialleistungsbetrüger zu enttarnen: Vor wenigen Tagen postierte sie sich vor dem Jobcenter im Stadtteil Höchst und kontrollierte die Fahrer teurer Autos, die dort parkten. Darunter fanden sich ein Porsche Panamera, eine Mercedes E-Klasse und ein 5er BMW. Und tatsächlich, in vier Fällen saßen Empfänger von Sozialleistungen am Steuer, drei Männer und eine Frau. Die Polizei ermittelt nun wegen das Verdachts, dass sie das Geld zu Unrecht beziehen.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Nachricht von den Luxusautos vor dem Jobcenter sorgte für viel Aufsehen. Zwar dürfen Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) ein eigenes Auto haben, aber nur, wenn dieses als angemessen gilt – die Grenze liegt laut Rechtssprechung bei einem Verkaufswert von 7500 Euro. Ob den Fahrern in Frankfurt die Autos auch gehören, muss nun geklärt werden.

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