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IMK-Studie : So wirkt sich der Mindestlohn auf das Wachstum aus

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Mindestlohn auch auf dem Bau: Er soll Anfang 2019 auf 9,19 Euro und Anfang 2020 auf 9,35 Euro steigen. Bild: dpa

Der Mindestlohn wird kommendes Jahr weiter erhöht. Doch welche Folgen hat der staatliche Eingriff? Die Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung zieht eine positive Bilanz.

          Der Mindestlohn in Deutschland erhöht Forschern zufolge das Wirtschaftswachstum um bis zu einem halben Prozent. Das geht aus einer Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor, die der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag) vorliegt.

          Demnach erhalten Geringverdiener durch den Mindestlohn im Schnitt 18 Prozent mehr Gehalt. Auch angrenzende Lohngruppen profitierten. Durch die höheren Löhne steige der Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt liege über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgehend um 0,25 Prozent höher als ohne Mindestlohn. Gebe der Staat seine Mehreinnahmen, etwa höhere Steuern, wieder aus, steige die Wirtschaftsleistung sogar doppelt so stark.

          Auch seien befürchtete Jobverluste ausgeblieben. Zwar fielen Minijobs weg. Sie würden aber zu einem großen Teil in normale sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze umgewandelt.

          Seit 2015 gibt es in Deutschland den Mindestlohn. Derzeit liegt er bei 8,84 Euro pro Stunde. Er soll Anfang 2019 auf 9,19 Euro und Anfang 2020 auf 9,35 Euro steigen. Das hatte eine Kommission aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft beschlossen. Die Bundesregierung muss die künftige Höhe des Mindestlohns noch per Verordnung umsetzen.

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