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Gerd Müller und Marlehn Thieme : „Unser Wohlstand, deren Armut“

Gerd Müller und Marlehn Thieme sind sich einig, dass Regierungen im Kampf gegen Hunger mehr unternehmen müssen. Bild: Jens Gyarmaty

Der Entwicklungsminister und die Präsidentin der Welthungerhilfe sprechen im Doppelinterview über Rückschläge im Kampf gegen extreme Not, das Lieferkettengesetz und einen überraschenden Friedensnobelpreis.

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          Herr Minister, von Afrika, unserem Nachbarkontinent, hört man in der Corona-Krise wenig. Woran liegt das, ist da die Welt noch in Ordnung?

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Müller: Die Pandemie schlägt in Afrika, aber auch in anderen Entwicklungsländern brutal zu. Sie trifft die ärmsten der Armen am härtesten. Das Virus ist das eine, das Herunterfahren des wirtschaftlichen Lebens ist das andere. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass in Afrika dieses Jahr zusätzlich eine Million Menschen sterben, weil die Versorgungsketten für Nahrungsmittel und die notwendigen Medikamente gegen Tuberkulose, Aids, Malaria und andere Krankheiten fehlen.

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