https://www.faz.net/-gqe-a7hn2

Empörung auf Twitter : Merz und die Neidsteuer: Ein falsches Wort

Redefreudig: Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, am 13.1.2021 bei „Markus Lanz“ Bild: Reuters

Friedrich Merz kritisiert den SPD-Vorstoß, Spitzenverdiener höher zu besteuern, als „Neidsteuer“. Das Wort ist falsch. Und weil es von Merz kommt, tobt nun der Twitter-Mob.

          4 Min.

          Manchmal genügt ein falsches Wort, um Twitter zum Kochen zu bringen. In diesem Fall lautet das Wort „Neidsteuer“. Der polarisierende CDU-Politiker Friedrich Merz hat es verwendet. Eine tückische Kombination!

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Doch der Reihe nach: Am Mittwochabend saß Merz im ZDF in der Talkshow von Markus Lanz. Der Zeitpunkt war gut gewählt, weil der 65-Jährige an diesem Wochenende zum neuen Vorsitzenden der CDU gewählt werden möchte. Da im September zudem die nächste Bundestagswahl ansteht, ist mit der christdemokratischen Spitzenposition auch die Kanzlerschaft zum Greifen nah. In so einer Situation kommt es auf jede Botschaft an – und wie sich derzeit auch auf Twitter wieder zeigt, sogar auf jedes Wort.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Uiguren in einem chinesischen Internierungslager im Jahr 2017

          Kritik der Vereinigten Staaten : Begeht China einen Genozid?

          Umerziehungslager und Zwangssterilisationen: China geht hart gegen die ethnische Minderheit der Uiguren vor. Amerikas scheidender Außenminister spricht von einem Genozid. Was folgt daraus für Joe Biden?

          Frankreichs Karikaturen-Streit : Inzest unter Pinguinen

          Es gilt das ungedruckte Wort: Die Zeitung „Le Monde“ hat einen neuen Karikaturen-Streit ausgelöst, der Frankreich entzweit. Die Chefredakteurin Caroline Monnot entschuldigt sich. Der Zeichner Xavier Gorce nimmt seinen Hut.