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DIW-Studie : Wer in Deutschland erbt

Oft nur für Erben erschwinglich: Wohnungen wie hier in Berlin Bild: dpa

Erbschaften und Schenkungen sind sehr ungleich verteilt. Es gilt das Motto: Wer hat, dem wird gegeben. Dennoch kommt es zu einem überraschenden Effekt.

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          Mehr als 130 Milliarden Euro werden in Deutschland Jahr für Jahr vererbt oder verschenkt. Die Hauptprofiteure sind diejenigen, die schon vor dem Transfer ein überdurchschnittliches Vermögen besaßen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gemeinsam mit der Universität Vechta und dem Deutschen Zentrum für Altersfragen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels am Mittwoch veröffentlicht hat.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.

          Erbschaften betrugen demnach zuletzt im Schnitt rund 85.000 Euro je Person, Schenkungen 89.000 Euro. Gegenüber dem Jahr 2001 hätten sich die Summen „real um etwa 20 Prozent erhöht“, schreiben die Autoren. Die Medianwerte, die nicht durch besonders hohe Transfers verzerrt werden, liegen mit 32.000 (Erbschaften) und 36.000 Euro (Schenkungen) deutlich niedriger. Vererbt werden laut DIW vor allem Geld und Immobilien. Betriebsvermögen fielen bei der Gesamtbetrachtung kaum ins Gewicht.

          Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung bekommen der Erhebung zufolge fast die Hälfte der Erbschaften und Schenkungen. Auf die ärmere Hälfte der Bevölkerung entfallen der Studie zufolge nur rund 7 Prozent der Gesamtsumme. Die Auswirkungen auf die Vermögensungleichheit ist trotz dieser Zahlen nicht ganz eindeutig. Die absolute Ungleichheit steigt, schreiben die Autoren. Die mit dem sogenannten Gini-Koeffizienten gemessene relative Ungleichheit sinke jedoch durch die Erbschaften etwas. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen steigern auch kleinere Erbschaften das Vermögen ärmerer Menschen prozentual sehr deutlich. Zum anderen wird Vermögen häufig von einer an mehrere Personen vererbt.

          Bild: DIW

          Um der wachsenden absoluten Vermögensungleichheit entgegenzuwirken, schlagen die Forscher unter anderem vor, die Zehnjahresfrist für Freibeträge von Schenkungen abzuschaffen, damit diese nicht mehrmals hintereinander schenken können, um den Übergang an die nächste Generation möglichst steuerarm zu gestalten..

          Bild: DIW

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