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Berichte aus dem Virus-Alltag : „Ich trete auch Corona-Leugnern mit Respekt entgegen“

Paketbote Erol Yilmaz sorgt sich um seine älteren Kunden. Bild: Deutsche Post DHL Group

Vier „Corona-Helden“ erzählen, was nach dem Applaus im Frühjahr kam. Und wie es sich anfühlt, schon wieder systemrelevant in einem Lockdown zu sein.

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          Noch bevor die Schulen, die Restaurants und Geschäfte im März schlossen, hatte es ein Begriff aus den noch gar nicht eingetretenen Kontaktbeschränkungen in den Sprachgebrauch geschafft: Corona-Helden. Mit dem neuen Wort traten Menschen in die Öffentlichkeit, die sonst im Verborgenen arbeiten – teilweise im wahrsten Sinne des Wortes. Wie die Reinigungskräfte, die spätabends oder am frühen Morgen kommen, um in Großraumbüros Ordnung zu schaffen.

          Sarah Obertreis

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auf einmal sahen wir Menschen, deren Arbeit im Alltag vorausgesetzt wird, ohne dass man sie wahrnimmt, ohne die es aber nicht gehen würde: Fahrerinnen etwa, Kassierer, Pfleger, Paketboten, besagte Reinigungskräfte und viele andere. Sie erfuhren nun, wie es ist, beklatscht zu werden, und wie es sich anfühlt, wenn ihnen der eigene Kollege von einem Werbeplakat zulächelt. Manche haben einen Corona-Bonus erhalten. Ihre Arbeit hat all das nicht einfacher gemacht, aber viele von ihnen nachdenklich.

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