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Einkommen und Vermögen : Der unterschätzte Wohlstand der Senioren

Ein älterer Herr steht an einem Geldautomaten in einer Sparkassen-Filiale. Bild: Picture-Alliance

In Armutsdebatten geht es meist nur um Einkommen – zählt man aber Vermögen mit, ändert sich das Bild. So gerechnet machen Menschen über 65 Jahren fast die Hälfte aller Reichen in Deutschland aus.

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          Nach geläufigen Maßstäben gilt ein Sechstel der Deutschen als armutsgefährdet, weil ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des allgemeinen Mittelwerts beträgt. Der Anteil der insofern armutsgefährdeten Senioren ist zwar geringer – aber er steigt, was politisch oft als Beleg steigender Altersarmut gewertet wird. Eines fällt dabei meist unter den Tisch: Das Wohlergehen der Bürger hängt nicht allein vom Einkommen ab, sondern auch von den Vermögenswerten, die sie haben. Und die sind im Alter meist höher als in jungen Jahren. Misst man nur die Einkommen, wirken die Alten ärmer als sie sind.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Eine genaueres Bild liefert eine neue Studie aus dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Sie liegt der F.A.Z. vorab vor. Die Forscher haben die aus anerkannten Erhebungen verfügbaren Daten über Einkommen und Vermögen kombiniert, um zu prüfen, wie sich die gemessene Verteilung dann verändert. Im Ergebnis sticht zweierlei heraus: Zum einen tritt Ungleichheit damit stärker hervor, weil die Vermögen ungleicher verteilt sind als die Einkommen. Zum anderen steigt der Anteil der Senioren an den oberen Schichten der Gesellschaft kräftig an.

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