https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/corona-in-entwicklungslaendern-die-angst-vor-der-hungersnot-16694681.html
28927972

Corona in Entwicklungsländern : Die erste Welle

Kaum Zugang zu sanitären Anlagen: Eine Frau geht am Rande von Mumbai zusammen mit ihren Kindern zu einer Latrine im Freien. Bild: dpa

In der Corona-Krise schauen die Industrieländer viel auf schmelzende Börsenkurse und Kurzarbeit. Dagegen fürchten die Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern schlicht den Hunger.

          1 Min.

          Das Coronavirus ist ein grässlicher Feind, unsichtbar und schwer zu bekämpfen. Jede Vorsichtsmaßnahme scheint berechtigt. Die Opferzahlen steigen, doch sind die Erkrankten nicht die einzigen Opfer: Das Lähmen des öffentlichen Lebens, das Abschotten und Distanzieren fordert einen unglaublichen Preis.

          Während die Industrieländer auf schmelzende Börsenkurse und Kurzarbeit schauen, fürchten die Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern schlicht den Hunger. Ihre Regierungen stehen vor einem grausamen Dilemma: Sie müssen die Verbreitung des Virus aufhalten, schon weil es viel zu wenige Ärzte, Kliniken und Schutzanzüge gibt. Das Stilllegen der Wirtschaft aber heißt, dass Hunderte Millionen Tagelöhner ohne Einkommen dastehen.

          In diesen Stunden zahlen die Menschen der Schwellenländer den Preis dafür, dass die Regierungen nie genug in den Aufbau der Sozialsysteme investiert haben. Gefüllte Vorratsspeicher und Barauszahlungen können den drohenden Schmerz nur lindern. Stimmen die Vorhersagen der Virologen, rollt auf Asien und Afrika schon eine Elendswelle zu, noch bevor das Virus überhaupt zugeschlagen hat.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Weitere Themen

          Versager oder Gangster

          FAZ Plus Artikel: Vor dem Wirecard-Prozess : Versager oder Gangster

          Vorwurf des Bandenbetrugs, Bilanzfälschung und Untreue – Markus Braun, der frühere Chef von Wirecard, war entweder ein Idiot oder ein Gangster. In der kommenden Woche wird ihm und zwei Mitangeklagten der Prozess gemacht.

          Topmeldungen

          Geht’s voran?

          Hohe Hauspreise : Wohnen müsste nicht so teuer sein

          Die Zinsen steigen, doch die Immobilienpreise bleiben hoch. Dieses Jahr zeigt: Nicht die Spekulation ist schuld, sondern übertriebene Regeln.
          Mann des Tages: Denzel Dumfries (vorne) bereitete die ersten beiden Treffer vor und erzielte das 3:1 selbst.

          3:1 gegen USA : Niederlande erreichen WM-Viertelfinale

          Gegen die USA muss der Favorit in Oranje früh einen Schreckmoment verkraften, ehe ein herrlicher Angriff die Führung bringt. Danach bewältigen die Niederlande auch die hektische Schlussphase.
          „Der Mann ohne Eigenschaften“ ist das Lieblingsbuch von Markus Braun. War er selbst ein Utopist? Am Donnerstag steht der einstige Wirecard-Chef vor Gericht.

          Vor dem Wirecard-Prozess : Versager oder Gangster

          Vorwurf des Bandenbetrugs, Bilanzfälschung und Untreue – Markus Braun, der frühere Chef von Wirecard, war entweder ein Idiot oder ein Gangster. In der kommenden Woche wird ihm und zwei Mitangeklagten der Prozess gemacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.