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Corona-Hilfen : Wer zahlt für die Krise?

Hier ist nichts abzuwracken: Sportwagen vor noblem Modegeschäft in Frankfurt – bei den Wohlhabenden würde die SPD gerne zuschlagen. Bild: Wolfgang Eilmes

Im Kampf gegen Corona mobilisiert Berlin Hunderte Milliarden Euro. Und es beginnt der Streit, wen die Krise wie stark trifft – und wer am Ende für die Kosten geradesteht.

          5 Min.

          Die Rechnung für die Corona-Maßnahmen kommt – so viel ist gewiss. Mit dem Nachtragshaushalt 2020 hat die Bundesregierung sehr früh einen ersten Rahmen abgesteckt: Demnach kann der Bund in diesem Jahr 156 Milliarden Euro neue Schulden machen. Hinzu kommt der Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der weitere Kreditermächtigungen von 200 Milliarden Euro vorsieht. Außerdem bürgt der Bund für private Kredite in dreistelliger Milliardenhöhe. Noch aber kann niemand sagen, ob diese gigantischen Summen am Ende reichen werden.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Nach der aktualisierten Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 6,3 Prozent sinken – der Rückgang ist damit nicht nur stärker als nach der Finanzkrise, sondern auch als im Nachtragshaushalt unterstellt. Dort wird mit einem Rückgang der Steuereinnahmen des Bundes um 33,5 Milliarden Euro gerechnet. Das dürfte nun spürbar mehr werden, auch weil Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit seinen Länderkollegen Liquiditätshilfen für Unternehmen durchgesetzt hat.

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