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Blackstone-Milliardär : Mehr als 736 Millionen Euro Jahreseinkommen

  • Aktualisiert am

Richtig reich: Milliardär Stephen Schwarzman Bild: AFP

Daimler-Chef Zetsche hat 2015 mehr als 14 Millionen Euro verdient. Viel zu viel? Relativ wenig, vergleicht man es mit dem Einkommen des amerikanischen Milliardärs Schwarzman, der die Beteiligungsgesellschaft Blackstone führt.

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          Der Chef der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Blackstone, Stephen Schwarzman, hat im vergangenen Jahr 810,6 Millionen Dollar verdient (etwa 736,4 Millionen Euro). Damit lagen seine persönliche Einnahmen nach Firmenangaben 17 Prozent über dem Niveau von 2014. Zum Vergleich: Der Daimler-Chef Dieter Zetsche hat 2015 rund rund 14,4 Millionen Euro verdient und hat damit im Dax das höchste Gehalt aller Manager eingestrichen. Schwarzman bekam demnach mehr als das 50-Fache von Zetsche.

          Schwarzmans Arbeitgeber Blackrock kam vergangenes Jahr nach einer Reihe lukrativer Deals auf einen ausschüttungsfähigen Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar, ein Plus von einem Viertel.

          Der Großteil der Einnahmen des 69-jährigen Milliardärs Schwarzman geht auf Dividendenzahlungen als Aktionär der New Yorker Private Equity Gesellschaft zurück.  Blackstone wurde 1985 gegründet und verwaltet Anlagen im Wert von 336 Milliarden Dollar. Die Firma ist damit einer der einflussreichsten Investoren an der Wall Street.

          Frontalangriff gegen die Regulierung

          Schwarzman hatte zuletzt Schlagzeilen mit einem Frontalangriff gegen die Regulierung des Finanzwesens gemacht: Der Blackstone-Chef hatte den Finanzaufsichtsbehörden während eines Auftritts beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine schlechte Arbeit attestiert. Erst sei es ihnen nicht gelungen, die Finanzkrise zu verhindern, und dann bremsten sie in Europa auch noch die Erholung der Bankenbranche. „Regulierung hat die Welt gefährlicher gemacht", sagte Schwarzman. „Ich glaube nicht, dass es zu guten Ergebnissen führt, die Dinge einfach nur in die Hände von Regulatoren zu legen."

          Nach der Krise hätten die verschärften Vorgaben auch ungewollte Nebenwirkungen gehabt, klagte der Geldmanager. So hätten sich einige Banken aus dem Anleihehandel zurückgezogen, weil dieser sich unter den neuen Kapitalregeln nicht mehr lohnte. Blackstone selbst habe wegen der scharfen Vorgaben eine mögliche Übernahme einer Privatbank in der Schweiz aufgegeben.

          Zugleich bescheinigte Schwarzman allerdings den amerikanischen Behörden nach der Krise eine gute Arbeit. Dort haben sich die Großbanken längst von Krise erholt und erwirtschaften oft höhere Gewinne als jemals zuvor. Europa sei einfach zu gespalten.

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