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Armutsbericht : Frohe Botschaften

  • -Aktualisiert am

Der neue Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt: Deutschlands Wirtschaft geht es gut. Die Aufregung um die angebliche „Schere“ zwischen Arm und Reich ist übertrieben.

          Die verfügbaren Einkommen steigen kräftig, Armut im Alter ist kein großes Problem, und die Vermögensungleichheit nimmt sogar ab: Der neue Armuts- und Reichtumsbericht, der sich innerhalb der Bundesregierung noch in der Abstimmung befindet, hält eine Reihe erfreulicher Botschaften bereit. Das soll nicht bedeuten, dass es nichts zu tun gäbe. Doch Grund für Getöse über eine angeblich immer weiter aufgehende Schere zwischen Arm und Reich oder angeblich massenhaft drohende Altersarmut liefert dieser Bericht nicht – im Gegenteil.

          Die Daten zeigen deutlich, dass von der noch immer sehr guten wirtschaftlichen Lage und dem äußerst robusten Arbeitsmarkt viele im Land profitieren. Das ist die wohl wichtigste Botschaft, und man kann sie auch als Mahnung verstehen: Eine gute wirtschaftliche Lage ist nämlich nicht selbstverständlich. Sie hängt auch davon ab, wie sich beispielsweise die Lohnnebenkosten entwickeln. Dass im anstehenden Rentenwahlkampf über eine weitere Ausweitung der Mütterrente und eine Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus auf 46, 48 oder langfristig gar 50 Prozent diskutiert werden dürfte, sollte einem also zu denken geben.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

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