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Fast 190 Milliarden Dollar : Jeff Bezos ist der mit Abstand reichste Mann der Welt

  • Aktualisiert am

Hat Amazon gegründet und das Weltraum-Unternehmen Blue Origin: Jeff Bezos Bild: Reuters

Die fünf großen amerikanischen Tech-Konzerne sind an der Börse nun beinahe 6,5 Billionen Dollar wert – so viel wie nie zuvor. Das zeigt sich auch an der Rangliste der Reichsten der Reichen.

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          Die Anleger an den Finanzmärkten haben eine ziemlich klare Meinung darüber, welche Unternehmen aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen: Es sind gerade die großen amerikanischen Tech-Konzerne. Zusammengerechnet sind Alphabet (Google), Amazon, Apple, Microsoft und Facebook an der Börse derzeit ungefähr 6,5 Billion Dollar wert – so viel wie nie zuvor. Die Zahl ist größer als die Wirtschaftsleistung, die Deutschland und Frankreich innerhalb eines Jahres erbringen.

          Für am wertvollsten in dieser Auswahl halten die Investoren derzeit den iPhone-Hersteller Apple, der auf eine Marktkapitalisierung von 1,7 Billion Dollar kommt und dessen Aktienkurs heute um ein Drittel höher liegt als noch zu Jahresbeginn. Dahinter folgt der Software-Hersteller und Cloud-Anbieter Microsoft, der ein ähnliches Kursplus verzeichnete und auf einen Börsenwert von 1,6 Billion Dollar kommt.

          An dritter Stelle folgt der Onlinehändler Amazon mit einem beinahe so hohen Börsenwert, aber dem stärksten Kursplus: Amazon-Aktien verteuerten sich seit Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent. Google bringt derweil ungefähr 1 Billion Dollar auf die Börsenwaage, Facebook als größtes soziales Netzwerk der Welt etwa 700 Milliarden Dollar. Allein das ist ein Vielfaches dessen, was das teuerste deutsche Unternehmen derzeit an der Börse wert ist.

          Steve Ballmer liegt auf Platz 5

          Grund für den rasanten Kursanstieg der Tech-Aktienkurse ist die Erwartung vieler Investoren, dass die Angebote dieser Konzerne künftig noch viel mehr nachfragt werden. Infolge der Pandemie nutzen Menschen rund um die Globus die Dienste ohnehin schon häufiger – sei es, um aus dem Homeoffice heraus mit Kollegen zu konferieren oder Dienstreisen zu ersetzen, um online einzukaufen, Videos zu streamen oder Computerspiele zu spielen.

          Die stark gestiegenen Aktienkurse wirken sich zumindest auf dem Papier unmittelbar auf die Vermögen der dahinter stehenden Unternehmer aus. Amazon-Gründer und Vorstandschef Jeff Bezos kommt nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg nun auf ein Vermögen von beinahe 190 Milliarden Dollar. Das sind 70 Milliarden Dollar mehr als er den Zahlen zufolge zu Jahresbeginn besaß.

          Bezos ist nach wie vor der größte einzelne Anteilseigner an dem Onlinehändler, erhöht sich dessen Aktienkurs, steigt auch sein Vermögen. Für Schlagzeilen sorgte dies zu Wochenbeginn. Am Montag stieg der Amazon-Aktienkurs um 8 Prozent, was dazu führte, dass sich das Vermögen des Gründers Bezos um 13 Milliarden Dollar erhöhte – an einem Tag; ein Rekord nach Angaben von Bloomberg.

          Musk profitiert von Teslas Kursentwicklung

          Auf Platz zwei folgt Microsoft-Mitgründer Bill Gates, der demnach auf ein Vermögen von etwa 120 Milliarden Dollar kommt. Auffällig an der Rangliste der Superreichen ist weiterhin, dass sich viele Tech-Unternehmer an der Spitze tummeln. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg liegt mit mehr als 90 Milliarden Dollar auf Platz vier, die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergej Brin werden mit jeweils mehr als 70 Milliarden Dollar ausgewiesen.

          Tesla-Gründer Elon Musk liegt nun ebenfalls unter den ersten Zehn mit einem Vermögen in derselben Größenordnung. Er profitiert davon, dass der Aktienkurs des Elektroauto-Herstellers enorm gestiegen ist in diesem Jahr – Tesla ist an der Börse mehr wert als die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler, obwohl diese nach wie vor deutlich mehr Autos verkaufen und regelmäßig Gewinn machen.

          Steve Ballmer wiederum ist der einzige angestellte Manager, der in der Rangliste auf einem Spitzenplatz liegt. Ballmer übernahm die Führung von Microsoft dereinst von Bill Gates und wurde, wie das üblich ist, für seine Arbeit wesentlich auch mit Anteilen an dem Unternehmen vergütet.

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