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Altersarmut : Bei den Tafeln stehen immer mehr Rentner für Essen an

  • Aktualisiert am

Essensausgabe bei einer Tafel in Nürnberg. Bild: dpa

Die Tafel-Betreiber müssen zunehmend Rentner mit Lebensmitteln versorgen. Mehr als 350.000 sind es schon. Eine Gruppe darunter ist besonders armutsgefährdet.

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          Immer mehr Rentner werden von den Tafeln mit kostenlosen Lebensmitteln versorgt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Tafeln hat sich ihre Zahl binnen zehn Jahren verdoppelt. „Fast jeder vierte Tafelkunde ist mittlerweile Rentner. Das sind in etwa 350.000 Menschen“, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

          2007 seien noch gut 12 Prozent der Bedürftigen Senioren gewesen. Brühl appellierte an die Politik, Armut ernsthaft zu bekämpfen. Armut sei der Nährboden für das Gefühl, abgehängt zu sein, „und damit letztlich auch Wegbereiter des Extremismus“.

          „Altersarmut auf dem Vormarsch“

          Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, nannte dies „ein deutlich sichtbares Signal dafür, dass die Altersarmut auf dem Vormarsch ist“. Insbesondere Erwerbsminderungsrentner lebten wegen der hohen Abschläge, die sie auf ihre Renten hinnehmen müssen, oft an der Armutsgrenze. Außerdem seien besonders oft Frauen betroffen.

          Am Jahresende 2016 bezogen dem Sozialverband zufolge 522.492 Personen über der Altersgrenze Leistungen der Grundsicherung im Alter. Ende 2006 hatte diese Zahl laut VdK noch bei rund 371.000 gelegen. Rechne man auch noch diejenigen hinzu, die als Erwerbsgeminderte auf Grundsicherung angewiesen sind, liege die Zahl der betroffenen Volljährigen bei über einer Million.

          Nach Angaben des Dachverbandes gibt es hierzulande mehr als 900 Tafeln, die regelmäßig bis zu 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

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