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Arcandor-Führung : Ohrfeige

  • -Aktualisiert am

Im Arcandor-Konzern ist praktisch alles falsch gemacht worden, klagt der Insolvenzverwalter. Den Schaden aus dem Blenden und Versagen der Manager haben Mitarbeiter und Kleinaktionäre. Was da wohl noch kommt?

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          Das ist eine schallende Ohrfeige vom Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg für den früheren Vorstand des zusammengebrochenen Arcandor-Konzerns. Sie trifft vor allem Thomas Middelhoff. Ihm bescheinigt der in großen Pleitefällen erfahrene Jurist, dass in den zurückliegenden Jahren so ziemlich alles falsch gemacht wurde.

          Der teure Einstieg bei Thomas Cook hat dem Konzern wertvolle Substanz entzogen, die für die Sanierung des eigentlichen Handelsgeschäfts fehlte. Alles ist verscherbelt worden, der Konzern ist ausgeblutet. Sogar Staub wurde zu Geld gemacht, während der Vorstand einen unverhältnismäßigen dienstlichen Aufwand getrieben hat, wie es ein alter Fahrensmann wie Görg selten gesehen hat. Den Schaden aus dem Blenden und Versagen der Manager haben Mitarbeiter und Kleinaktionäre. Das üppige Gehalt von Middelhoffs Nachfolger, dem Noch-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick, trägt nicht die Gesellschaft, sondern der Großaktionär Oppenheim. Warum eigentlich?

          Gegen den früher hochdotierten und später wohlabgefundenen Middelhoff ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften. Was da wohl noch kommt?

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