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Carsten Knop

Arcandor am Ende : Eicks Bilanz

  • -Aktualisiert am

Zu hoch gepokert, nichts bewirkt, viel gearbeitet, nichts geleistet, aber viel verdient: So lässt sich die Zeit von Karl-Gerhard Eick an der Spitze von Arcandor bilanzieren. Jetzt wird Arcandor doch zerschlagen. Eick ist gescheitert.

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          Zu hoch gepokert, nichts bewirkt, viel gearbeitet, nichts geleistet, aber viel verdient: So lässt sich die Zeit von Karl-Gerhard Eick an der Spitze von Arcandor bilanzieren. Eick wird nach dem 1. September wohl nicht mehr dafür zuständig sein, die von seinen Vorgängern abgewirtschaftete Muttergesellschaft von Karstadt und Quelle zu führen. Damit haben sich alle Hoffnungen zerschlagen, die sich um Eicks Amtsantritt vor erst einem halben Jahr rankten.

          Eicks Problem ist, dass er angesichts der schlechten Lage von Karstadt und Quelle viel zu lange in strategischen Sackgassen unterwegs war. Er wollte Staatshilfe. Das war aussichtslos, aber Eick hat damit gepokert. Den an Karstadt interessierten Bieter Metro ließ er deshalb zappeln. Selbst nach der Insolvenz wollte er den Konzern noch als Ganzes weiterführen. Nur wie? Jetzt wird Arcandor doch zerschlagen.

          Das hätte man geordneter auf den Weg bringen können. Damit ist Eick gescheitert. Völlig überrascht hat ihn die Entwicklung aber wohl auch nicht: Sein Gehaltspaket von 10 bis 15 Millionen Euro hat er sich vom Großaktionär Sal. Oppenheim garantieren lassen. Gut, dass sich der Insolvenzverwalter das nicht ans Bein binden will.

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