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Arbeitswelt : Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter

  • Aktualisiert am

Stechuhren sprechen nicht gerade für ein besonderes Vertrauen in die Arbeitnehmer Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Die meisten Menschen arbeiten mehr als sie müssen - aber nur, wenn ihnen bei der Arbeit nicht zu viel auf die Finger geschaut wird. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn.

          Motivation und Leistung sinken, wenn Chefs ihre Mitarbeiter zu sehr kontrollieren. Dies zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Universität Bonn.

          Die meisten Menschen arbeiten nach Aussagen der Forscher mehr als sie müssen - aber nur, wenn ihnen bei der Arbeit nicht zu viel auf die Finger geschaut wird. Das Mißtrauen Vorgesetzter werde durch eine geringere Leistung der Arbeitnehmer bestraft.

          Versuch mit 144 Schweizer Studenten

          Armin Falk, Professor an der Universität in Bonn und Forschungsdirektor am Institut zur Zukunft der Arbeit, und Michael Kosfeld von der Universität Zürich hatten in einem Experiment untersucht, wie Menschen auf Kontrolle reagieren. An dem Versuch nahmen 144 Schweizer Studenten teil.

          Das Ergebnis des Experiments: Mißtrauen wird bestraft. „Wieso soll ich für jemanden mehr Einsatz zeigen als ich unbedingt muß, wenn man mir nicht traut?“, erklärte Falk das Verhalten der Probanden, die in „Mitarbeiter“ und „Vorgesetzte“ eingeteilt worden waren und ein einfaches Spiel gespielt hatten.

          „Wenn schon Kontrolle, dann richtig“

          „Wer der Leistung seiner Mitarbeiter mißtraut, den bestrafen sie tatsächlich mit schlechten Leistungen; wer optimistisch ist und ihnen freie Hand läßt, wird dagegen belohnt“, unterstrich Falk.

          Aber die Studie zeige auch, daß bei starken Kontrollmöglichkeiten die Arbeitsleistung wieder steige. „Wenn schon Kontrolle, dann richtig, sonst überwiegen die negativen Effekte“, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler dieses Phänomen.

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