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Arbeitswelt : Flugbegleiter bei der Deutschen Bank - Frankfurter Job-Allianz

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Außerbetriebliche Fortbildung? Vier Unternehmen gründen die „Job-Allianz“ und setzen auf Netzwerke.

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          Die „Job-Allianz“ ist eine „absolute Neuerung“, sagt Christine Szogas von der Deutschen Bank, die für das Bankhaus in der Projektgruppe „Job-Allianz“ tätig ist. Die Allianz ist ein Gemeinschaftsprojekt von Deutscher Bank, Fraport, Lufthansa und Degussa. Mit der „Job-Allianz“ wollen die beteiligten Unternehmen die Stärken und die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern.

          Zentral: Aufeinander zugehen

          Veränderungen in der Arbeitswelt sind inzwischen an der Tagesordnung, sagt Szogas. Zentrales Anliegen der „Job-Allianz“ sei es daher, den Arbeitnehmern angesichts der damit oft einhergehenden Ängste und Unsicherheiten Orientierung zu bieten. Die Beschäftigten sollen Veränderungen als etwas ganz Normales, Alltägliches empfinden und ihre berufliche Entwicklung selbst in die Hand nehmen.

          Am Anfang steht jedoch ein so genannter Kompetenzcheck. Die Beschäftigten sollen wissen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Defizite können dann entweder unternehmensintern oder eben jetzt auch unternehmensextern ausgeglichen werden. In gemeinsamen Workshops können die Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen ihre Erfahrungen austauschen, gewünschte Schlüsselkompetenzen sowie neue berufliche Perspektiven weiterentwickeln.

          Um voneinander zu lernen, sollen die Beschäftigten die Möglichkeit erhalten, für ein Zeitaum von einer bis vier Wochen in einer vergleichbaren Abteilung in einem der Partnerunternehmen zu arbeiten. Ein gemeinsamer, interner Stellenmarkt schließlich soll die gewünschte Transparenz herbeiführen und die Mitarbeiter dazu motivieren, sich weiterzubilden. „Der Kooperation gehört die Zukunft“, meint Szogas.

          Gefragt: Eigeninitiative

          Das Angebot der Job-Allianz steht prinzipiell allen 60.000 Beschäftigen der beteiligten Unternehmen offen. Das betonen Szogas sowie Pressesprecher von Degussa und Lufthansa. Zunächst müssten die Beschäftigen aber von sich aus aktiv werden. „Der Vorgesetzte wird nicht durch die Büros laufen und fragen, wer denn Lust hätte mal einen Blick in eines der anderen Unternehmen zu werfen“, sagt Thomas Ellerbeck von der Lufthansa.

          Laut Konzernsprecher Ellerbeck ist es dann auch durchaus möglich, dass sich ein Flugbegleiter etwa bei der Deutschen Bank im Rahmen eines mehrwöchigen Praktikums weiterbildet. Beschränkungen wird es allenfalls im Einzelfall geben, abhängig von den vorliegenden Qualifikationen. Diese werden von den Personalstellen der beteiligten Unternehmen geprüft. Für die Zeit der außerbetrieblichen Weiterbildung bliebe der Flugbegleiter weiter bei der Fluglinie beschäftigt und werde von ihr bezahlt.

          Positive Resonanz

          Einhundert Beschäftigte der Lufthansa haben sich seit dem Start der „Job-Allianz“ Anfang der Woche nach deren Angeboten erkundigt. Auch bei Degussa ist man nach der ersten Woche zufrieden. Pressesprecherin Hannelore Gantzer zufolge gehen täglich rund 50 Anfragen in der Zentrale ein. Der rege Andrang übertreffe alle Erwartungen. Auch mit Blick auf weitere Unternehmens-Beteiligungen ist man optimistisch. Die aktuelle Konstellation der vier ungleichen Partner sei mehr oder wenig zufällig entstanden, sagt Szogas. Weitere Unternehmen hätten bereits Interesse angezeigt.

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