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Arbeitsschutz : Sklaven auf dem Sofa?

Immer mehr Unternehmen statten ihre Mitarbeiter mit Smartphones aus. Arbeitnehmer befürchten, ständig auf Abruf stehen zu müssen. Aber: Wer abends noch geschäftliche E-Mails abarbeitet, muss nicht Sklave seines Arbeitgebers sein.

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          Eine neue Technik sorgt für Aufregung: Immer mehr Unternehmen statten ihre Mitarbeiter mit Smartphones aus. Nach dem anfänglichen Jubel über das neue Spielzeug macht sich häufig Ernüchterung breit. Arbeitnehmer befürchten, nun ständig auf Abruf stehen zu müssen. Freizeit? Fehlanzeige! Ganze Heerscharen von Burn-out-Opfern sollen iPhone, Blackberry & Co. schon auf dem Gewissen haben.

          Kampf gegen schwarze Schafe

          Um gar nicht erst in den Verdacht der Arbeiterausbeutung zu geraten, werden große Unternehmen wie Volkswagen aktiv und stoppen selbst die freiwillige Beantwortung von E-Mails am Abend und am Wochenende. Sicherlich mag es Firmen geben, die auch von ihren nur mäßig bezahlten Mitarbeitern einen unermüdlichen Arbeitseinsatz jenseits der vorgeschriebenen Arbeitszeiten verlangen. Doch darf der Kampf gegen diese schwarzen Schafe nicht darüber hinwegtäuschen, dass internetfähige Smartphones bei vernünftiger Nutzung vor allem eins bedeuten: eine erfreuliche Arbeitserleichterung.

          Wer abends auf dem Sofa noch geschäftliche E-Mails abarbeitet, muss nicht Sklave seines Arbeitgebers sein. Grund ist oft auch die komfortable Möglichkeit, seine Arbeitszeit flexibel einzuteilen.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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