https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsminister-hubertus-heil-im-gespraech-warum-deutschland-ein-einwanderungsland-ist-15824656.html

Hubertus Heil : „Deutschland ist ein Einwanderungsland“

„Auch in Ländern ohne Meisterbrief gibt es Menschen, die Autos reparieren können“, sagt Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD. „Dann gibt es so etwas wie eine Kompetenzvermutung.“ Bild: Matthias Lüdecke

Arbeitsminister Hubertus Heil im Gespräch mit der Sonntagszeitung über Krankenschwestern aus dem Kosovo, den Standortfaktor Sonnenschein und sein Verhältnis zu Horst Seehofer.

          6 Min.

          Herr Heil, nach 25 Jahren Debatte kommt nun ein Einwanderungsgesetz. Ist das jetzt der große Wurf?

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Es ist ein riesiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Fortschritt, den niemand mehr zurückdrehen kann. Das Gesetz knüpft an die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung an, die Rot-Grün zwischen 1998 und 2005 durchgesetzt hat. Nach jahrzehntelanger Debatte haben wir es endlich geschafft, dass auch die demokratische Rechte von CDU und CSU zu einem neuen Grundkonsens gefunden hat: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Es war nicht einfach, die Union davon zu überzeugen. Aber es ist uns gelungen. Das sollte in der Debatte über die Einzelheiten nicht untergehen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Wieder abhängen auf dem Kassler Friedrichsplatz nach dem Abhängen des antisemitischen Großbanners des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi

          Desaster in Kassel : Ist die Documenta noch zu retten?

          Nach dem Documenta-Desaster: Sogar der Bundeskanzler fordert Konsequenzen, aber die Verantwortlichen klammern sich an ihre Posten. Jetzt soll die Ausstellung nach antisemitischen Werken durchsucht werden. Reicht das?