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Langzeitarbeitslose : Der Arbeitsminister kümmert sich nun um die Härtefälle

  • Aktualisiert am

Hubertus Heil will der Langzeitarbeitslosigkeit an den Kragen. Bild: dpa

Obwohl die Wirtschaft brummt, hat nicht jeder Deutsche Arbeit. Wie sich das ändern könnte, diskutiert die Regierung heute.

          Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will in den kommenden Jahren bis zu 150.000 Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit holen. Das sagte der SPD-Politiker im ZDF mit Blick auf einen entsprechenden Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will.

          Heil fügte hinzu, die Lage am Arbeitsmarkt sei zwar gut. Nun aber gehe es darum, den Sockel von Langzeitarbeitslosen aufzubrechen. Dafür stünden vier Milliarden Euro zur Verfügung.

          Die neuen Stellen sollen fünf Jahre lang gefördert werden, wenn die Betroffenen mindestens seit sieben Jahren Hartz IV beziehen und in dieser Zeit nur kurz erwerbstätig waren. Heil wies Kritik zurück, die Förderdauer sei zu lang. Es gehe um Menschen, die seit sieben Jahren draußen seien, die nicht sofort fit für den Arbeitsmarkt seien. Diese brauchten dann auch Zeit, um wieder Anschluss zu finden. „Diese Menschen brauchen eine längerfristige Perspektive.“

          Alle Arbeitgeber sollen die neuen Helfertätigkeiten anbieten können, genauso wie gemeinnützige Einrichtungen und Kommunen. Bei Menschen, die seit zwei Jahren arbeitslos sind, soll es zwei Jahre lang Lohnkostenzuschüsse geben, im ersten Jahr 75 Prozent und im zweiten Jahr 50 Prozent des Lohns. Außerdem sollen die Unternehmen verpflichtet werden, den Beschäftigten nach Ende der Förderung noch mindestens sechs Monate weiter zu beschäftigen.

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