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Arbeitsmarktpolitik : Hier könnte Belgien ein Vorbild für uns sein

  • -Aktualisiert am

Der Kanzler und sein Arbeitsminister Bild: imago/Christian Ditsch

Wie wäre es, wenn sich Deutschland bei den Nachbarn auch mal die Gesetze abschaute, die beiden Seiten nutzen – Arbeitgebern und Mitarbeitern?

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          In der Arbeitsmarktpolitik blicken deutsche Sozialminister bevorzugt aufs Ausland, wenn sie Unternehmen hierzulande strengere Vorschriften machen wollen. Beim Mindestlohn galt Frankreich lange als Vorbild, demnächst muss wohl Luxemburg mit seinen 13,05 Euro herhalten.

          Groß­zügige Teilzeitansprüche schaute man sich einst von den Niederlanden ab, und für Arbeitnehmerrechte in der Plattformökonomie richten sich die Augen derzeit auf Dänemark. Wie wä­re es, wenn sich Deutschland bei den Nachbarn auch mal die Gesetze ab­schaute, die beiden Seiten nutzen, Ar­beitgebern und Mitarbeitern?

          Belgien lockert nun die tägliche Höchst­arbeitszeit zugunsten einer flexiblen Ge­staltung im Ein- oder Zweiwochenrhythmus. Es wird insgesamt nicht mehr gearbeitet, es gibt aber mehr Freiheit, die Arbeit so zu verteilen, dass Familie und Beruf besser zusammenpassen oder Unternehmen im Wettbewerb leichter mithalten können. Das fordert die deutsche Wirtschaft, auch unter Berufung auf Mitarbeiterwünsche, seit Jahren vergebens. Vielleicht hilft ja Belgien SPD-Minister Heil endlich auf die Sprünge.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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