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Arbeitsmarkt : Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,73 Millionen

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober zwar gesunken, der Rückgang war mit 59.000 allerdings schwächer als sonst in dem Monat üblich. BA-Chef Weise will noch nicht von einer Trendwende sprechen.

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          Trotz des sich abkühlendem Wachstums hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober weiter verringert. 2,737 Millionen Menschen waren als Arbeitslose registriert. Das waren 59.000 weniger als im September und 204.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

          Der vergleichsweise geringe Rückgang der Arbeitslosenzahl lasse sich womöglich durch eine im September vorgezogene Herbstbelebung erklären. „Darum sehen wir das nicht, dass das jetzt die Wende zum Schlechteren ist“, sagte BA-Chef Weise weiter. Auf die von Ökonomen erwartete konjunkturelle Eintrübung angesprochen sagte Weise: „Wir sehen das in der Beobachtung des Arbeitsmarktes im Moment nicht.“

          Erstmals seit über anderthalb Jahren verzeichnete die BA allerdings auch unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen saisonbereinigt wieder einen Anstieg der Erwerbslosigkeit. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl laut BA im Vergleich zum September um 10.000 an. Dies ist die erste saisonbereinigte Zunahme seit Februar 2010. Banken-Volkswirte hatten mit einer Abnahme um 10.000 gerechnet.
           

          Die Arbeitsagenturen haben laut Weise keine Hinweise darauf, dass Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. In den Firmen, mit denen sie sprächen, werde „überwiegend nicht mit Entlassungen geplant“. In manchen Bereichen sei immer noch der Fachkräftemangel vorherrschendes Thema.

          Für das kommende Jahr rechnet die BA mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Dynamik lasse aber nach, wenn man die Regierungsannahme eines Wirtschaftswachstums von einem Prozent für 2012 zugrunde lege. „Nach den Eckdaten, die wir haben, wird es noch eine gute Entwicklung sein, aber nicht mehr so gut wie in diesem Jahr“, sagte Weise.
           

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