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Arbeitsmarkt : Jetzt gehen die Babyboomer in Rente

Ein Mitarbeiter beim Pressenhersteller Schuler in Baden-Württemberg Bild: dpa

Die Beschäftigung ist 2019 noch einmal kräftig gestiegen. Doch so wird es nicht weitergehen. Wie sichert Deutschland seinen Wohlstand?

          3 Min.

          Das neue Jahr beginnt für den deutschen Arbeitsmarkt mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute lautet: Die Zahl der Beschäftigten ist im abgelaufenen Jahr nochmal kräftig gewachsen. 2019 waren im Durchschnitt 45,3 Millionen Menschen erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, 400.000 mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die schlechte Nachricht ist: So wird es aller Voraussicht nach nicht weitergehen.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft und zuständig für „Die Lounge“.

          Fachleute sind sich einig, dass sich der Beschäftigungsaufschwung auf absehbare Zeit dem Ende neigen wird. Das liegt nicht an der schwächelnden Konjunktur, sondern am demographischen Wandel. Schon heute sinkt die erwerbsfähige Bevölkerung, gemeint sind Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, um 330.000 Personen im Jahr. Doch weil jetzt auch noch die ersten Babyboomer in Rente gehen – also die geburtenstarken Jahrgänge der 1955 bis 1969 Geborenen – und zugleich deutlich weniger junge Leute in den Arbeitsmarkt nachrücken, wird sich der Effekt in den kommenden Jahren noch einmal deutlich verstärken.

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