https://www.faz.net/-gqe-6z7qt

Pilotprojekt : Besser anonym bewerben

  • Aktualisiert am

MIgranten oder Frauen haben bei anonymen Bewerbungen Chancengleichheit Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Kein Foto und keine Angaben zu Namen, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Familienstand: Anonyme Bewerbungen geben Menschen Chancen, die sie bisher nicht gehabt hätten. Das Pilotprojekt löst eine „breite Diskussion“ aus.

          1 Min.

          Eine positive Bilanz des Pilotprojekts für anonymisierte Bewerbungsverfahren hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gezogen. Menschen, die bei Bewerbungen vorher nicht die gleichen Chancen hätten, Migranten etwa oder Frauen, bekämen sie im anonymisierten Bewerbungsverfahren „und das ist gut“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin“.

          In den Unternehmen habe das Pilotprojekt eine „Riesendiskussion“ ausgelöst, inwiefern Klischees das Bewerbungsverfahren beeinflussten. Bei dem Projekt anonymisierte Bewerbungen verzichteten die Arbeitgeber auf Fotos sowie Angaben wie den Namen, das Alter, das Geschlecht, die Herkunft oder den Familienstand.

          Einige setzten dabei auf Onlinebewerbungen, andere auf Formulare per E-Mail oder Post und wiederum andere ließen Bewerbungen erst nachträglich anonymisieren. Erst bei einer Entscheidung für einen Bewerber wurden die persönlichen Details bekannt gemacht.

          Auf Aussehen, Herkunft oder die Wahl der Schuhe kommt es bei anonymen Bewerbungen nicht an

          An der Initiative beteiligten sich die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, L’Oréal, der Geschenke-Vermittler Mydays, Procter & Gamble, das Bundesfamilienministerium, die Arbeitsagentur Nordrhein-Westfalen und die Stadtverwaltung von Celle.

          Lüders sagte im „Morgenmagazin“, das Projekt habe in Deutschland eine „breite Diskussion“ darüber ausgelöst, wie Menschen sich ohne Vorurteile besser bewerben könnten. Hierzulande gäben Bewerber „einfach zu viel von sich preis“, sagte sie.

          Weitere Themen

          Schweiz buhlt um Deutsche

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

           Lufthansa fliegt aus dem Dax Video-Seite öffnen

          Kursabsturz in Corona-Krise : Lufthansa fliegt aus dem Dax

          Die Corona-Krise hat dem Flugunternehmen schwer zugesetzt. Nun ist die Lufthansa aus dem Kreis der 30 deutschen Aktien Index gerutscht. Mit der Deutschen Wohnen schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Unternehmen aus der Hauptstadt in den Dax.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.
          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.