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Arbeitsmarkt : Tarifarbeitszeit in Deutschland im europäischen Mittelfeld

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Mit einer tariflichen Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden liegt Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Die kürzeste Arbeitszeit gilt mit 35 Wochenstunden in Frankreich. Doch vielerorts sind 40 Stunden die Regel.

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          Mit einer tariflichen Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 37,7 Stunden liegt Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Die kürzeste Arbeitszeit gilt mit 35 Wochenstunden in Frankreich. Auch in Großbritannien (37,2) werde kürzer gearbeitet.

          In Griechenland dagegen und in den meisten neuen EU-Staaten Mittel- und Osteuropas gilt nach wie vor die 40-Stunden- Woche. Das geht aus einer Aufstellung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans- Böckler-Stiftung vom Dienstag hervor.

          In Europa wird länger als in Deutschland gearbeitet...

          In Irland, Luxemburg und Portugal gilt die 39-Stunden-Woche. In Schweden wird 38,8 Stunden lang gearbeitet. In Spanien, Österreich und der Slowakei sind es 38,5 Stunden, während in Belgien, Italien und auf Zypern 38 Stunden vorgegeben sind.

          ...in einigen Ländern auch kürzer

          Kürzer als die Deutschen arbeiten laut WSI außer Franzosen und Briten die Finnen und Norweger mit 37,5 Stunden. In Dänemark und in den Niederlanden sind 37,0 Stunden tariflich vereinbart.

          Im europäischen Vergleich weisen die deutschen tariflichen Arbeitszeitbestimmungen dem WSI zufolge „ein Höchstmaß an flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten auf“. Dazu gehörten unter anderem Arbeitszeitkorridore, die Möglichkeit zur Arbeitszeitverlängerung und Arbeitszeitverkürzung mit und ohne Lohnausgleich, die ungleichmäßige Verteilung der Arbeitszeit, lange Ausgleichszeiträume von bis zu drei Jahren, Kurz- und Langzeitkonten sowie die Möglichkeit zur Mehrarbeit.

          Große Unterschiede innerhalb Deutschlands

          Innerhalb Deutschlands fällt die tarifliche Wochenarbeitszeit nach Angaben des WSI in Deutschland recht unterschiedlich aus. In Ostdeutschland liegt sie mit 39 Stunden deutlich höher als in Westdeutschland mit 37,4 Stunden. Die kürzeste tarifliche Wochenarbeitszeit gilt mit 35 Stunden bei der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie und in der Druckindustrie. Im Mittelfeld rangieren der Einzelhandel (37) und die chemische Industrie (37,5). Länger gearbeitet wird im öffentlichen Dienst (38,5), im Bauhauptgewerbe und bei den Banken (39).

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